PKV - für wen?

Eine Private Vollversicherung kommt nicht für jeden in Frage. Wer sich wie privat versichern kann entnehmen Sie bitte der folgenden Tabelle:

Angestellte

Versicherungspflicht 

Versicherungspflicht besteht für Arbeitnehmer in der GKV, wenn ihr Einkommen unterhalb der Versicherungspflichtgrenze von 46.350 Euro 2004 liegt. Ihnen bleibt dann nur die Möglichkeit einer privaten Krankenzusatzversicherung. Eine Ausnahme besteht für Arbeitnehmer, die bereits am 31.12.2002 wegen Überschreitens der damals geltenden Jahresarbeitsentgeltgrenze versicherungsfrei waren und eine private substitutive Krankenversicherung hatten. Für sie beträgt die Versicherungspflichtgrenze im Jahr 2003 41.850 Euro. Die beiden Jahresarbeitsentgeltgrenzen werden ab 1.1.2005 an die durchschnittliche Lohn- und Gehaltsentwicklung angepasst.

Ausscheiden aus der Versicherungspflicht 

Arbeitnehmer, deren Jahresarbeitsentgelt die Pflichtgrenze in der gesetzlichen Krankenversicherung übersteigt, sind versicherungsfrei. Sie können entscheiden, ob sie sich freiwillig bei ihrer Kasse weiterversichern oder ob sie sich privat versichern wollen. Bei der Frage, wann das Einkommen die Pflichtgrenze überschreitet, zählen nicht nur die 12 Monatsgehälter, sondern auch die weiteren regelmäßig gewährten Bezüge, z.B. das 13. Monatsgehalt, Weihnachts- und Urlaubsgeld, Entgelte für vertraglich geschuldete Bereitschaftsdienste, Überstundenpauschalen, die vermögenswirksamen Leistungen nach dem Vermögensbildungsgesetz, nicht aber die Arbeitnehmersparzulage. Arbeitnehmer, die im Laufe eines Jahres mit ihrem regelmäßigen Jahresarbeitsentgelt die Pflichtgrenze überschritten haben, scheiden mit Ablauf des 31.12. aus der Krankenversicherungspflicht aus. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass sie mit ihrem Gehalt auch die Jahresarbeitsentgeltgrenze des folgenden Jahres von dessen Beginn an überschreiten. Anders die Situation beim Wechsel des Arbeitgebers: Liegt das neue Einkommen so hoch, dass die Entgeltgrenze des laufenden Jahres überschritten wird, dann entsteht bereits mit dem Arbeitsplatzwechsel Versicherungsfreiheit. 

Quelle: http://www.pkv.de/downloads/Sozialrecht03.pdf 

Selbständige

Für Selbständige besteht nach § 9 Abs. 1 SGB V keine Versicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenversicherung - Sie können sich also unabhängig vom Einkommen privat versichern.

Ärzte

Für Ärzte gelten generell die selben Regeln wie für Angestellte und Selbständige, d.h. angestellte Ärzte sind bis zum Erreichen der Versicherungspflichtgrenze versicherungspflichtig und können sich privat nur durch eine Zusatzversicherung bessere Leistungen sichern. Selbständige Ärzte und angestellte Ärzte mit einem Einkommen oberhalb der Versicherungspflichtgrenze können sich privat Versichern. In diesem Fall bieten einige Gesellschaften spezielle Versicherungspakete für Mediziner an. Lassen Sie sich kostenlos alle Angebote vergleichen.

Beamte

Beamte, auch solche auf Widerruf, und Pensionäre sind krankenversicherungsfrei. Ein Recht, der gesetzlichen Krankenversicherung freiwillig beizutreten, besteht nicht, es sei denn, es sind die erforderlichen Vorversicherungszeiten erfüllt. Für diese Personengruppe gibt es ein eigenes System der Vorsorge im Krankheitsfall, das vom Grundsatz der Eigenvorsorge ausgeht, die durch Beihilfe des Dienstherrn ergänzt wird. Das heißt, dass der Dienstherr in einem bestimmten Umfang die Krankheitskosten, die einem Beamten oder seinen Angehörigen entstehen, übernimmt. Zur Aufstockung der Beihilfe bietet sich der Abschluss einer privaten Krankenversicherung an. Dabei stehen den Beamten Tarife zur Verfügung, die eine den jeweiligen persönlichen Bedürfnissen gerecht werdende Sicherung bieten, indem sie den von der Beihilfe nicht gedeckelten Prozentsatz der Aufwendungen versichern. Für verbleibende Deckungslücken existieren Beihilfeergänzungstarife. Die Entscheidung über Art und Umfang des privaten Versicherungsschutzes bleibt grundsätzlich dem einzelnen Beamten überlassen.

Quelle: http://www.pkv.de/downloads/Sozialrecht03.pdf 

Studenten

Personen, die durch die Einschreibung als Student an einer staatlichen oder staatlich anerkannten, in der Bundesrepublik Deutschland ansässigen Hochschule krankenversicherungspflichtig werden, können sich auf Antrag von der Versicherungspflicht befreien lassen. Der Befreiungsantrag kann nur innerhalb von drei Monaten nach Beginn der Versicherungspflicht (Einschreibung im ersten Semester, Ausscheiden aus einer anderen weiteren Versicherungspflicht oder aus der Familienversicherung) bei einer Krankenkasse gestellt werden. Der Nachweis eines privaten Krankenversicherungsvertrages ist für die Befreiung nicht erforderlich, er hat auch keinen Einfluss auf die Einschreibung oder Annahme der Rückmeldung (Ausnahme: Saarland). Der Gesetzgeber hat die Versicherungspflicht auf eine Höchstdauer der Fachstudienzeit und auf ein Höchstalter begrenzt. Die Dauer der gesetzlichen Versicherungspflicht endet in der Regel nach dem 14. Fachsemester, spätestens jedoch mit Vollendung des 30. Lebensjahres. Über diesen Zeitraum hinaus bleibt der Student nur dann versicherungspflichtig, wenn die Art der Ausbildung, familiäre oder persönliche Gründe die Überschreitung der Altersgrenze oder eine längere Studienzeit rechtfertigen.

Quelle: http://www.pkv.de/downloads/Sozialrecht03.pdf 

Nicht erwerbstätig

Privatversicherte werden durch den Bezug von Arbeitslosengeld,
Arbeitslosenhilfe oder Unterhaltsgeld bei Arbeitslosigkeit
versicherungspflichtig in der gesetzlichen Krankenversicherung
und in der sozialen Pflegeversicherung (SPV).
Allerdings bleiben Personen, die nach Vollendung des 55sten
Lebensjahres versicherungspflichtig werden, versicherungsfrei,
wenn sie in den letzten 5 Jahren vor Eintritt der Versicherungspflicht
nicht gesetzlich versichert waren. Eine weitere
Voraussetzung ist, dass diese Personen mindestens die
Hälfte dieser Zeit versicherungsfrei, von der Versicherungspflicht
befreit oder aufgrund hauptberuflicher Selbständigkeit
nicht versicherungspflichtig waren. In der Regel kann dieser
Personenkreis in den Standardtarif wechseln (vgl. Kapitel 15).
PKV-versicherte Arbeitslose können sich im Übrigen von der
Pflichtversicherung in der GKV und der SPV befreien lassen.
Voraussetzung ist, dass diese Personen in den letzten fünf
Jahren vor dem Leistungsbezug nicht in der GKV versichert
waren und eine private substitutive Krankenversicherung haben.
Hierzu ist ein Antrag notwendig, der innerhalb von drei
Monaten nach Beginn der Versicherungspflicht bei einer gesetzlichen
Krankenkasse zu stellen ist. Die Befreiung wirkt
vom Beginn des Kalendermonats an, der auf die Antragstellung
folgt. Sobald sie bestätigt worden ist, übernimmt die
Bundesanstalt für Arbeit durch Zahlung unmittelbar an das
PKV-Unternehmen sowohl den Beitrag zur PKV als auch zur
privaten Pflegepflichtversicherung bis zu der Höhe, die sie
auch bei einer Pflichtmitgliedschaft in der GKV oder in der sozialen
Pflegeversicherung zu tragen hätte.

Quelle: http://www.pkv.de/downloads/Sozialrecht03.pdf 

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